Pferde laufen schon Jahrhunderte lang auf Hufeisen.
Dieses Bild ist allgemein bekannt. Hufeisen sind häufig nicht
einmal eine gezielte Entscheidung. "Hufeisen gehören
nun einmal zum Pferd" oder "Anders verschleißen
die Hufe zu schnell", sind häufig die Antworten, die
man bekommt, wenn man sich nach den Gründen für Hufeisen
erkundigt. Pferde werden aber nicht mit Hufeisen geboren. Hufeisen
kommen aus der Zeit der Ritter, Milchwagen, Brotkarren und Transport
im Stadt von Gütern und Menschen. Leider sind nur wenige
über die negativen Folgen von Eisenbeschlag informiert. Natürlich
gönnt jeder seinem Pferd das Allerbeste. Gerade aus diesem
Grund möchten wir Sie sehr herzlich auf dieser Seite begrüßen.
Es geht nämlich auch anders: Gönnen Sie Ihrem Pferd
Hufschuhe. Weil wir gerne verständlich informieren wollen,
haben wir uns entschieden, keine medizinische Fachsprache zu verwenden.
Warum empfehlen wir Hufschuhe anstelle
von Beschlag?
Der Grund, warum man sich häufig für einen
Hufbeschlag entscheidet, ist der Schutz des Hufes gegen Abnutzung,
also Schutz vor dem Boden, auf dem das Pferd läuft. Auch
wir sind der Meinung, dass man ein Pferd nicht ohne Weiteres auf
jeder Art von Boden laufen lassen kann. Wir finden sogar, dass
es Tierquälerei ist, wenn man beispielsweise ein Pferd ohne
Schutz über einen Kiesweg laufen lässt. Auch Sie finden
es sicherlich nicht angenehm, barfuß auf so einem Weg zu
rennen und Sie werden sich sicherlich für festes Schuhwerk
entscheiden. Aber Hufeisen oder Kunststoffbeschlag halten wir
bei Pferden für keine gute Lösung. Ein Pferdebein- und
Huf besteht nämlich aus sehr vielen Einzelteilen, die jeder
für sich eine Funktion haben, aber auch in Verbindung zueinander
stehen. Im Grunde handelt es sich um ein sehr ausgeklügeltes
System. Es ist darum wichtig, dass das Bein und der Huf nicht
daran gehindert werden, möglichst zu funktionieren. Es ist
hier nicht unser Bestreben, die Anatomie des Pferdebeins zu erklären.
Ein klein wenig Kenntnis über die Einzelteilen und den Mechanismus
des Hufes ist allerdings notwendig, um verstehen zu können,
warum Sie Ihrem Pferd mit einem Hufschuh eine große Freude
machen.
Hufmechanismus
Das System, das das Blut im Pferdefuß zirkulieren lässt,
nennt man "Hufmechanismus". Ein guter Hufmechanismus
sorgt für eine gute Durchblutung. Und eine gute Durchblutung
ist wichtig für das Pferd, denn dadurch werden alle Giftstoffe
im Huf abgebaut und das Pferd bleibt gesund. Aber wie funktioniert
dieser Hufmechanismus eigentlich?
Wenn ein Pferd seinen Huf auf den Boden setzt, dehnt
sich der Huf aus. Der Huf braucht darum mehr Blut. Wenn ein Pferd
danach seinen Huf wieder hochhebt, dann federt der Huf zurück
und das Blut zirkuliert. Das Ausdehnen und Zusammenziehen wirkt
wie eine Art Pumpe. Auf diese Art und Weise wird das Blut durch
den Huf gepumpt. Dieser pumpende Mechanismus wird durch den Beschlag
ernsthaft gehindert und das geht auf Kosten der Durchblutung des
Hufes. Sie können sich vielleicht vorstellen, dass sich die
mit Eisen beschlagenen Hufe eines Pferdes nicht gut ausdehnen
und zurückfedern können. Außerdem läuft ein
Pferd auf bloßen Füßen auf der Sohle und dem
Strahl. Mit Beschlag wird auf vollkommen unnatürliche Weise
das ganze Gewicht über die Hufwand auf das Hufeisen abgeleitet.
Wir beschäftigen uns häufig nicht damit,
aber ein gesunder Pferdefuß ist eigentlich sehr flexibel.
Sowohl in der Breite als auch in der Länge gibt der Huf besonders
gut nach. Ein bloßer/freier gesunder Huf kann Höhenunterschiede
von ungefähr zwei Zentimetern ausgleichen. Dadurch werden
die Gelenke des Pferdes entlastet. Ein Pferd mit Hufbeschlag muss
dieselben Unebenheiten mit seinen Gelenken ausgleichen. Ein Hufschuh
ist aus besonders elastischem Material gefertigt, sodass der Hufmechanismus
auf keinen Fall behindert wird.
Erschütterungen
Viele Erschütterungen und Stöße in den Beinen
des Pferds haben den Verschleiß der Gelenke zur Folge und
können darin resultieren, dass auch andere Organe im Körper
des Pferdes durcheinander gebracht werden oder Schmerzen verursachen.
Hufschuhe fangen Erschütterungen fünf mal besser ab
als Hufeisen. Hufbeschlag selbst führt zu einer enormen Steigerung
der Erschütterungen. Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie
den Rest Ihres Lebens auf eisernen Sandalen herumlaufen müssten.
Was gute Schuhe für Sie sind, sind Hufschuhe für Ihr
Pferd!
Das Pferd in der Bewegung
Das Laufen eines Pferdes kann man mit dem Laufen eines Menschen
vergleichen. Zuerst erreicht die Ferse den Boden, dann die Zehen.
Alles im Pferdehuf funktioniert besser wenn der Huf mit dem Trachte
zuerst auf dem Boden auftritt. Die Hufkapsel dehnt sich so, daß
die optimalste Stoßdämpfung, die beste Durchblutung
und gleichmäßger Abrieb gewähleistet sind. Hufeisen
machen es einem Pferd sehr schwer um zuerst mit dem Trachte auf
dem Boden auf zu tritten. Hufschuhe hingegen hindern das Pferd
keineswegs daran.
Und haben Sie sich schon einmal mit den folgenden
Vorteilen von Hufschuhen gegenüber Hufeisen beschäftigt......?
Mit Hufschuhen hat Ihr Pferd mehr Bodenhaftung.
Bodenhaftung ist wichtig für Ihr Pferd, denken Sie nur an
Rutschpartien auf nassem Gras, Schlamm, Kanalisationsdeckeln und
Schnee, aber auch auf Asphalt. Mehr Bodenhaftung verhindert das
Ausrutschen. Das Tragen von Hufschuhen bedeutet, dass sich die
Gefahr von Verletzungen der Beine verringert.
Wegen Abnutzung des Hufeisens oder Wachsen des Hufes
muss ein Pferd immer wieder neu beschlagen werden. Die Frustration
über ein verlorenes oder lose sitzendes Eisen ist wird vielen
bekannt sein. Warum noch beschlagen lassen, wenn das Pferd für
den Ausritt in kürzester Zeit einen Hufschuh anhaben kann?
Nach dem Ausritt ziehen Sie die Schuhe aus. Dann kann Ihr Pferd
wieder mit bloßen Hufen auf die Weide.
Ein Pferd in Schuhen ist vergleichbar mit einem
Auto oder Fahrrad mit Profilreifen und Stoßdämpfern.
Die Benutzung von Hufschuhen bedeutet mehr Komfort für Sie
als Reiter.
Wie können Hufschuhe zu der
Genesung von Huf-
und Beinproblemen beitragen?
Wir behaupten nicht, dass Hufschuhe alle Huf- und
Beinprobleme heilen können. Allerdings hat die Erfahrung
der letzten zwölf Jahre gezeigt, dass Hufschuhe eine große
Rolle beim Genesungsprozess und bei der Linderung von Schmerzen
spielen. Wir sprechen hier kurz die bekanntesten Huf- und Beinprobleme
an und erklären anschließend, inwiefern Hufschuhe bei
diesen Problemen nützlich sein können.
(Klicken
Sie hier für ein gesondertes Fenster mit dem Durchschnitt
eines Pferdefußes)
Arthrose
Arthrose ist eine Verschleißerscheinung, die durch Überbelastung
der Gelenke entsteht. Viel Bewegung ist für das Pferd gesund,
aber durch verkehrtes Ausgleichen der Erschütterungen entstehen
leider Probleme. Ursachen für verkehrtes Ausgleichen der
Erschütterungen sind unter anderem:
- der Hufbeschlag
- verkehrtes Hufbearbeitung:
· > eine zu lange, nicht gut abgerundete Zehenwand (der
vordere Teil der Hufwand)
· > ausgeschnittener oder zu kurzer Strahl
· > eine zu lange Hufwand
- ein schlechter Hufmechanismus
- Übergewicht (das Übergewicht des Pferdes selbst, aber
auch inklusive des totalen Gewichts von
Reiter und Sattel)
- Lang andauernde Bewegung auf zu hartem Boden
Für Pferde mit Arthrose passen wir Hufschuhe
mit einer sachteren Sohle an, sodass die Schuhe Erschütterungen
noch besser auffangen. Man kann das mit Menschen vergleichen,
die an Rheuma oder Artrose leiden. Auch sie bekommen häufig
Schuhe angepasst, die Schmerzen lindern.
Hufrollenentzündung
Ursachen für eine Hufrollenentzündung sind unter anderem
ein schlechter Hufmechanismus und das zu weite Durchbeugen der
Sohle. Die Sohle kann zu weit durchbiegen weil:
- die Hufwand zu lang ist,
- der Trachtenbereich zu hoch sind,
- der Huf beschlagen ist,
- der Strahl zu weit ausgeschnitten ist.
Die oben genannten Ursachen haben ein extrem tiefes
Durchbeugen der Sohle von ca.15 bis 20 mm zur Folge. Das wiederum
verursacht einen starken Druck auf die Beugesehne, wodurch die
Flüssigkeit, eine Art Schmiermittel, zwischen das Strahlbein
und die tiefe Beugesehne gepresst wird. Dadurch werden die Nerven
des Pferdes gereizt und Schmerzen verursacht.
In vielen Fällen kann man dieses Problem wie
folgt lösen:
- Entfernen des Hufeisens
- Kürzen der Hufwand
- Abrunden der Zehenwand (vorderer Teil der Hufwand)
- Erhalten des Strahles (also nicht ausschneiden)
- Anpassen von Hufschuhen, die eine Erhöhung an der Innenseite
der Sohle haben, zur Unterstützung
des Strahles und der Sohle des Pferdes
Sehnenprobleme
Ein Pferd, das ständig auf der Zehenwand läuft, belastet
die tiefe Beugesehne zu stark. Auch externe Einflüsse, wie
ein Schlag auf das Außenbein des Pferdes, können Sehnenprobleme
zur Folge haben. Hufschuhe verringern die Überbelastung der
Sehnen, weil sie harte Stöße auffangen. Außerdem
wird durch den richtigen Abrollpunkt (der Moment wenn der Huf
nach vorne kippt um sich dann vom Boden zu lösen) im Schuh
der Druck auf die Sehne entschieden gemindert, vor allem im Bereich
der Hufrolle. Auch bei chronischer Überbelastung werden die
Sehnen entlastet, weil die Schuhe die Erschütterungen abfedern..
Rotations des Hufbeins
Wenn die Verbindung zwischen Hufwand und Hufbein unterbrochen
wird, übt die tiefe Beugesehne mehr Kraft als die Strecksehne
aus. Dadurch kann es passieren, dass das Hufbein ein Stückchen
nach hinten und nach unten verschoben wird. Die Sohlenlederhaut
wird beschädigt und im schlimmsten Fall sackt das Hufbein
durch die Sohle nach außen. Auch dann noch können Hufschuhe
eine wichtige Rolle spielen. In diesem Fall vertiefen wir die
Sohle des Schuhs an der Innenseite genau dort, wo sich das Hufbein
befindet. Der Druck auf die Sohle entfällt, sodass die Hufwand
und der Strahl Erschütterungen auffangen können. Außerdem
fertigen wir die Sohle des Hufschuhs aus einem besonders weichen
Material, sodass eine noch bessere Federung gewährleistet
ist.
Weiße Linie (s. auch
lose Hufwand)
Die Verbindung zwischen Hufwand und Hufbein wird mit "weiße
Linie" bezeichnet. Diese weiße Linie kann geschwächt
werden, dehnen oder brechen wegen:
- eines Unfalls
- einer Entzündung
- Nägeln auf dem Hufbeschlag
- Bewegung auf hartem, steinigen Grund ohne Schutz
- verkehrter Nahrung
- schlechter Stallhygiene
Eine zu schwere Belastung der weißen Linie verhindert man
durch das Tragen von Hufschuhen und durch periodische Wartung
eines guten Hufbearbeiter.
Hufrehe
Bei Hufrehe ist es wichtig, dass die Schmerzen in den Hufen gelindert
werden. Der Tierarzt punktiert in den meisten Fällen die
Sohle oder Zehenwand, sodass der Eiter herausfließen kann.
Das schwächt den Schmerz in jedem Fall ab. Stellen Sie sich
vor, dass Sie einen blauen Nagel haben, weil Sie sich aus Versehen
mit dem Hammer auf einen Finger geschlagen haben. Der Hausarzt
kann dann ein Loch in den Nagel bohren und der Schmerz, den Sie
unter dem Nagel spüren, verschwindet. Bei Hufrehe benutzt
man häufig einen Verband - Hufschuhe können diesen Verband
ersetzen. Der Schuh wird mit Jod oder einem anderen antibakteriellen
Mittel behandelt, sodass der Huf steril bleibt. Natürlich
muss man den Schuh täglich gründlich reinigen.
Entgegen weitläufiger Annahmen ist die Bewegung
für das Pferd sehr wichtig! Bewegung sorgt für erhöhte
Blutzirkulation. Giftstoffe, also auch die aus den Hufen, werden
dadurch abgebaut. Die Hufschuhe schützen dabei den Huf. Das
Pferd spürt keinen Schmerz mehr und kann wieder im Schritt
laufen und traben.
Rückenprobleme
Die Verwendung von Hufschuhen lindert Rückenschmerzen des
Pferdes. Bei einem Pferd mit Hufschuhen werden Erschütterungen
besser abgefedert als bei einem Barhufpferd.
Brüchige Hufe
Brüchige Hufe können entstehen durch:
- falsche Nahrung
- schlechte Durchblutung
- verstopfte Blutgefäße
- einen schlechten Hufmechanismus
- schlechte und unregelmäßige Pflege der Hufe
- Annageln von Hufeisen
Bei brüchigen Hufen ist es in jedem Fall wichtig,
die Hufe jede zweite Woche zu feilen.
Hufschuhe beugen unnötigen Beschädigungen
der Hufwand und der Sohle vor, wenn sich das Pferd auf unebenem
Boden mit vielen Steinen und Baumwurzeln bewegt.
Hohle Hufwand (s. Weiße
Linie)
Eine hohle oder lose Wand bedeutet eine schlechte Verbindung zwischen
Hufwand und Hufbein. Die Verbinddungslamellen sind dabei so weit
auseinander geschoben, dass im Grunde innerhalb des unteren Teiles
vom Huf keine Verbindung mehr besteht. Ab dem Kronrand besteht
dann wieder eine Verbindung. Die Schmerzen, die durch die auseinandergeschobenen
Lamellen entstehen, sind mit einem eingerissenen Fingernagel vergleichbar.
Besonders, wenn der Nagel recht lang ist, werden Sie bei jeder
leichten Berührung Schmerzen haben. Wir Menschen kürzen
in diesem Fall den Nagel so weit wie möglich, um die Empfindlichkeit
zu verringern. Dasselbe gilt für die Hufwand des Pferdes.
Man muss sich wöchentlich darum kümmern.
Hufschuhe verteilen die Kräfte, die beim Auftreten
des Hufes entstehen, auf eine größere Fläche,
wodurch der Druck auf die Hufwand verringert wird. Das ist sehr
wichtig, um die Ursache für die lose Wand zu finden.
Verrenkungen der Knöchel
Genauso wie der Mensch, kann sich auch ein Pferd den Knöchel
verrenken, wenn es sich zum Beispiel auf einem steinigen Boden
oder auf einem Untergrund mit vielen Wurzeln bewegt. Die Schmerzen
entstehen in dem Gelenk zwischen dem Kronbein und dem Fesselbein.
Ursache ist meistens ein beschlagener Huf, weil das Eisen den
Huf daran hindert Unebenheiten auszugleichen. Die Hinterseite
eines gesunden und unbeschlagenen Hufes ist so elastisch, dass
selbst Höhenunterschiede von 2 cm mühelos ausgeglichen
werden können, sodass der Knöchel nicht extra belastet
wird. Sie können sich sicherlich gut vorstellen, dass ein
beschlagener Huf die Elastizität des Hufes blockiert. Das
Material, aus dem der Hufschuh besteht, ist hingegen so elastisch,
dass der Huf nicht daran gehindert wird, Unebenheiten auszugleichen.
Schmerzhafte Hufe
Schmerzen führen häufig zu Stress, sowohl beim Mensch
als auch beim Tier. Zu viele Erschütterungen in den Hufen
oder Beinen können Stress beim Pferd auslösen. Das Pferd
zeigt dies, indem es
- die Zähne zusammenbeißt
- sich nicht führen lässt
- durchgeht
- buckelt
- nicht gehorcht
Geben Sie dem Pferd einmal recht. Auch die Geduld
von uns Menschen wird geringer, je länger wir an Schmerzen
leiden. Schmerzen in den Füßen des Pferdes werden durch
die Benutzung von Pferdeschuhen sehr verringert. Durch Hufschuhe
werden Erschütterungen bis zu fünf mal besser aufgefangen
als bei einem beschlagenen Pferd. Das führt dazu, dass das
Pferd gehorsam und lustig ist - auch bei langen Ausritten.
Strahlfäule
Strahlfäule ist keine ansteckende Erkrankung, sondern wird
durch Bakterien verursacht. Wenn der Blutkreislauf im Pferdefuß
nicht optimal ist oder wenn das Blut des Pferdes nicht in Ordnung
ist, können sich leicht Bakterien ansiedeln. Häufig
Ursache dafür sind ein schlechter Hufmechanismus, zu wenig
Bewegung oder schlechte Stallhygiene. Pferde, die draußen
auf "bloßen Füßen" laufen, kennen diese
Probleme beinah nicht. Der Hufschuh unterstützt die Sterilhaltung
bei Strahlfäule. Wenn es notwendig ist, kann auch ein antibakterielles
Mittel in den Schuh gegeben werden.
Können Hufschuhe einfach aus-
und angezogen werden?
Wir raten Ihnen, unseren Service zur Anpassung in
Anspruch zu nehmen. Der Hufpfleger bringt die Hufschuhe persönlich
zu Ihnen nach Hause und kontrolliert zur Sicherheit, ob alles
in Ordnung ist. Er zeigt Ihnen wie man die Hufschuhe am einfachsten
an- und auszieht. Schnell wird Ihnen klar werden, dass das An-
und Ausziehen der Schuhe eine Routinesache ist und Sie nicht mehr
als fünf Minuten kostet.
Alle sechs bis acht Wochen die Hufe zu pflegen,
ist übrigens nicht genug. Wenn regelmäßige Pflege
nicht gewährleistet ist, kann es passieren, dass die Schuhe
schwierig an- und auszuziehen sind. Regelmäßige Pflege
ist natürlich nicht nur notwendig, um die Schuhe gut anzupassen,
sondern ist ausschlaggebend für die Qualität des Pferdehufes.
Es ist am allerbesten, zu lernen wie man selbst die Hufe des Pferdes
am besten pflegen kann. Dafür gibt es verschiedene Kursangebote.
Wenn man die Hufe des eigenen Pferdes selbst pflegt, ist es dennoch
ideal, die Hufe regelmäßig durch einen Fachmann kontrollieren
zu lassen.
Es ist oben bereits gesagt worden, dass die regelmäßige
Hufpflege Einfluss auf das Anpassen des Schuhs hat. Ein gut passender
Schuh rutscht auch nicht. Der Schuh wird mit einem Stahlriemen
geschlossen, der am Schuh befestigt ist. Wichtig ist, dass Sie
diesen Stahlriemen richtig einstellen. Stand 1 ist der normale
Stand. Wir raten, die Verstellschraube auf Stand 1 einzustellen.
Stand 3 ist der engste Stand!
Die Hufschuhe werden für jedes Pferd mithilfe
eines Polyesterabdrucks individuell angepasst. Kein Huf gleicht
nämlich dem anderen. Die Zehenwand kann unterschiedliche
Längen haben, aber auch die Hufballen und der Kronrand befinden
sich nicht immer an dergleichen Stelle. Klicken
Sie hier für Informationen zum Aufmessen der Hufe.
Das ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich und kommt
auf die Wachstumsgeschwindigkeit des Hufes an. Bei manchen Pferden
müssen die Hufe alle zwei Wochen bearbeitet werden, bei anderen
Pferden alle drei oder vier Wochen. Die normale Abnutzung spielt
dabei eine wichtige Rolle. Wenn ein Pferd regelmäßig
Barhuf auf hartem Grund läuft, dann brauchen die Hufen in
der Regel seltener gepflegt zu werden als bei einem Pferd, das
ausschließlich auf der Weide läuft.
Das ist von einigen Faktoren abhängig. Wenn
man vor allem auf Sand und weichem Grund reitet, dann halten die
Schuhe einige Jahre. Läuft ein Pferd vor allem auf Asphalt,
dann verschleißen die Schuhe schneller. Wenn ein Pferd "schlurft",
dann hat das negativen Einfluss auf die Lebensdauer der Schuhe.
Die Zahl der gerittenen Kilometer hat natürlich auch Einfluss.
Man kann das mit den Reifen eines Autos vergleichen.
Hufschuhe können auch teilweise oder, wenn
nötig, komplett besohlt werden. Die Erfahrung hat uns gezeigt,
dass die Hufe des Pferdes nach Abnahme der Hufeisen kleiner werden
können - im Besonderen dann, wenn das Pferd jahrelang auf
Hufeisen gestanden hat. Aus diesem Grund ist es möglich,
dass die Hufschuhe nach einem halben Jahr zu groß geworden
sind und neue Schuhe angepasst werden müssen.
Der Hufschuh ist nicht ausschließlich aus
therapeutischen Gründen entwickelt worden, sondern vielmehr
um unnötiges Leiden bei den Pferden zu vermeiden. Auch ein
gesundes Pferd hat mit Pferdeschuhen mehr Freude am Bewegen. Wer
möchte nicht sein Pferd so lange wie möglich genießen
können? Warum sollten Sie, ausgelöst durch Hufeisen,
eine erhöhte Gefahr von allerlei Huf- und Beinprobleme riskieren,
wodurch leider so viel Pferdeleben frühzeitig beendet werden?
Vor zwölf Jahren haben wir das erste Pferdeschuh-Modell eingeführt.
Mittlerweile besitzen wir einen großen Schatz an Erfahrungen.
Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es nicht richtig ist,
Pferde auf "bloßen Füßen" oder mit
Hufeisen auf Wegen mit Kiesel und vielen Steinen laufen zu lassen.
Nach unserer Meinung fällt das unter die Kategorie Pferdeleiden
und Tierquälerei.
Zum Schluß wollen wir noch bemerken, dass
es nicht nur die Hufschuhe sind, die ein Pferd wieder gesund machen
beziehungsweise dessen Gesundheit erhalten. Gute Nahrung, viel
Bewegung und eine gute Stallhygiene haben ebenso großen
Einfluss auf die Gesundheit des Pferdes.